Neue Sonderausstellung "RÜCKBLICKE"

Neue Ausstellung in der Kleinen Galerie im Kuhstall

Vom 24. Juli bis 6. Oktober 2019 zeigt das Volkskundemuseum Wyhra in seiner Kleinen Galerie im Kuhstall unter dem Titel „Rückblicke" Arbeiten des 2004 verstorbenen Bornaer Malers Werner Kauka. Zu sehen sind neben Landschaftsdarstellungen und stilvollen Blumenstilleben auch einzelne Blätter aus einer Zwergenserie, stilistisch durchaus dem bildnerischen Schaffen seines Cousins, des bekannten Comiczeichners Rolf Kauka, verwandt. Der 1912 in Breitingen geborene Werner Kauka kam aus der soliden Schule handwerklicher Malkunst. Von Kind an bildnerisch begabt erlernte er zunächst das seinerzeit noch lebendige Handwerk eines Dekorationsmalers. Später war er als Malermeister und anschließend als Berufschullehrer tätig. Unabhängig davon bannte er auch immer wieder Landschaften, Porträts und andere Motive auf Papier, Holz und Leinwand. Die Ausstellung versammelt vor allem Werke aus Kaukas Schaffen der 1930er und 1940er Jahre. Der Heimatverein Regis-Breitingen und Umgebung, der den Nachlass Kaukas betreut, stellte die Bilder dankenswerterweise als Leihgaben zur Verfügung. Mit dieser Ausstellung setzt das Volkskundemuseum seine Bemühungen um das Werk bedeutender Künstler der Region um Borna fort. Anlässlich ihrer 750-Jahrfeier ehrte die Stadt Werner Kauka 2001 als „Universalgenie", betätigte er sich doch außer als Maler und Zeichner auch als Restaurator, Bildhauer und satirischer Dichter.

Neue Sonderausstellung "Alles hat ein Ende"

Am Samstag, dem 22. Juni, wurde im Volkskundemuseum die Sonderausstellung "Alles hat ein Ende" eröffnet. Mit dieser Exposition wird die Reihe zur Geschichte bäuerlicher Familien fortgesetzt. Diesmal geht es ums Altwerden, um Krankheit, Tod und Sterben sowie darum, welche Veränderungen sich damit um 1900 vollzogen. Es geht um eine Zeit, in der sich das moderne Rentensystem gerade erst herausbildete. Erste Altersheime entstanden für jene, die nicht wie die Bauern durch ihre Familie abgesichert waren. Wie es sich mit den Auszugsregelungen der Bauern verhielt, wie die Übergabe der Höfe geschah, wer auf welche Weise an der Beisetzung Verstorbener in den Dörfern beteiligt war und vieles andere mehr zeigt die neue Ausstellung. Vor allem aber kann man erfahren, wie viel Aberglauben es noch rund ums Sterben und Begraben gab.

Die Ausstellung wird bis zum 20. Oktober 2019 gezeigt.

Dr. Hans-Jürgen Ketzer
Museumsleiter